Online Check in erledigt, Bordkarte gedruckt, Koffer gewogen.....
Langsam macht sich Abschied breit, ich bin natürlich etwas traurig wegzugehen - aber ich freue mich auch ganz arg auf Manila. Hier habe ich schon mein Tagalog Buch gerichtet, dann kann ich die Zeit in Dubai und auf dem Flug sinnvoll nutzen und ein paar Sätze lernen.
Gleich gibt es ein wunderbares Abendessen für mich und meine Familie , von meinem persönlichen Gourmetkoch zubereitet. Wunderbar!
Sonntag, 2. November 2014
Donnerstag, 30. Oktober 2014
letzte Vorbereitungen
Der Koffer ist fast gepackt. Es fehlen noch Geschenke für meine Gastgeber und ein paar Kleinigkeiten. Typhus ist geimpft, Medikamente gepackt (schliesslich ist unser westlicher Körper sehr unbeständig...wobei meiner doch sehr robust wirkt...).
Es gibt viele Sachen über die ich mir Gedanken machen muss. Versicherungen, Prophylaxen - es fühlt sich ein bisschen komisch an dass ich sehr viel besser abgesichert bin für das Leben im Slum als die Slumbewohner selbst.
Heute habe ich das Lied BAHAY gehört von Gary Granada. Es geht um die Definition *Haus*.
Es stimmt wirklich. Wir verstehen unter Haus ein aus Beton und Stein gebautes grosses Haus, in dem jedes unserer Kinder ein Zimmer hat (oder sich maximal zu 2. eines teilt).Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad.
Was ich in Manila sehe sind oft notdürftig zusammengeschusterte Hütten. Ein Raum. Die bei jeder Flut, bei jedem grossen Sturm neu aufgebaut werden müssen. In denen grosse Familien wohnen. In die teilweise kein bisschen Licht einfällt.
Was ist die Definition von einem Haus?
Es gibt viele Sachen über die ich mir Gedanken machen muss. Versicherungen, Prophylaxen - es fühlt sich ein bisschen komisch an dass ich sehr viel besser abgesichert bin für das Leben im Slum als die Slumbewohner selbst.
Heute habe ich das Lied BAHAY gehört von Gary Granada. Es geht um die Definition *Haus*.
Es stimmt wirklich. Wir verstehen unter Haus ein aus Beton und Stein gebautes grosses Haus, in dem jedes unserer Kinder ein Zimmer hat (oder sich maximal zu 2. eines teilt).Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad.
Was ich in Manila sehe sind oft notdürftig zusammengeschusterte Hütten. Ein Raum. Die bei jeder Flut, bei jedem grossen Sturm neu aufgebaut werden müssen. In denen grosse Familien wohnen. In die teilweise kein bisschen Licht einfällt.
Was ist die Definition von einem Haus?
Samstag, 25. Oktober 2014
Onesimo Abend
das war ein sehr schöner Abend! Onesimo *Jahrestreffen*. Ich habe viele tolle Menschen getroffen, einige neue kennengelernt und viel Schönes gehört.
Es war wunderbar die Berichte des Discovery Teams zu hören. Junge Menschen die in den Slums waren und unersetzliche, lebensverändernde Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe ihre Herzen werden verändert und gehen voran. Sie sind sehr wertvoll für unser Erreichen unserer REICHEN Gesellschaft.
Wieder und wieder sprechen mich die Freunde und Bekannte auf das Warum an. Wisst ihr, mal abgesehen von dem geistlichen Reichtum der mich erwartet in Manila - unsere Welt ist so geteilt. Wir sitzen hier in unserem Reichtum fest. Finden es schon schlimm wenn es nicht reicht für den Urlaub *all inclusive* weil wir gerade ein neues Zweitauto zugelegt haben. Wenn ihr die Menschen fragt wie es ihnen geht bekommt ihr nicht selten die Antwort *es muss*.
Auf der anderen Seite der Welt (naja, auch sehr viel näher!) sitzt eine Familie und weint um das Kind. Das Kind was gerade an einem völlig harmlosen Durchfall gestorben ist. Weil es unterernährt war. Immungeschwächt. Da sitzt eine Oma und weint um Tochter und Enkeltochter. Sie sind verbrannt in einer Fabrikhalle. In der sie Kleider für UNS genäht haben. 20 Stunden am Tag. Da sitzen Kinder. Die vergeblich auf die Eltern warten. Die wurden von einer Autobombe auf dem Markt getötet. Die Familie die für den heutigen Tag Geld haben für 200gr Reis. Mehr gibt es heute nicht.
Selbstverständlich möchte ich nicht unsere persönlichen Probleme und Hürden im Leben verniedlichen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Ich möchte jedoch gerne in meinem Umfeld und darüber hinaus die Menschen erreichen.
Wir sind so gesegnet mit einem Dach über dem Kopf, Essen, Bildung, Arbeit. Ich denke es wäre für jeden von uns ein bisschen möglich, daran zu denken dass wir zwar nichts dafür können als *Reiche* auf die Welt gekommen zu sein. In einem Land aufzuwachsen in dem Gesundheit und Bildung fast umsonst sind und jedem zustehen. Wir haben und erhalten alle Menschenrechte.
Meine Philippinischen Freunde (als Beispiel für Millionen Menschen auf dieser Welt) erhalten keine Rechte. Heisst das, dass sie keine haben? Sie haben oft zu wenig essen. Heisst das, sie haben keinen Hunger? Sie haben meistens keine Arbeit? Heisst das, sie WOLLEN nicht arbeiten? Sie gehen meistens nicht zur Schule. Heisst das, sie wollen nicht gehen?
Nein. Sie haben kein Geld für die Schule. Ohne Bildung keine Arbeit, Ohne Arbeit kein Essen. Ohne Geld - Leben schier unmöglich.
Und sie lächeln dich an. Freuen sich über deine Anwesenheit. Laden dich zum Essen ein und essen jeder weniger. WAS IST DENN DAS? Wisst ihr. Diese Menschen sind viel reicher als wir. Sie haben ein Herz. Sie lieben. Sie wissen über die wirklich wichtigen Dinge im Leben sehr viel besser bescheid als wir.
Aber sie sind darauf angewiesen dass wir ihnen ihre Rechte wieder zurückgeben. Ihre MENSCHENRECHTE.
Also packen wir es an!
Es war wunderbar die Berichte des Discovery Teams zu hören. Junge Menschen die in den Slums waren und unersetzliche, lebensverändernde Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe ihre Herzen werden verändert und gehen voran. Sie sind sehr wertvoll für unser Erreichen unserer REICHEN Gesellschaft.
Wieder und wieder sprechen mich die Freunde und Bekannte auf das Warum an. Wisst ihr, mal abgesehen von dem geistlichen Reichtum der mich erwartet in Manila - unsere Welt ist so geteilt. Wir sitzen hier in unserem Reichtum fest. Finden es schon schlimm wenn es nicht reicht für den Urlaub *all inclusive* weil wir gerade ein neues Zweitauto zugelegt haben. Wenn ihr die Menschen fragt wie es ihnen geht bekommt ihr nicht selten die Antwort *es muss*.
Auf der anderen Seite der Welt (naja, auch sehr viel näher!) sitzt eine Familie und weint um das Kind. Das Kind was gerade an einem völlig harmlosen Durchfall gestorben ist. Weil es unterernährt war. Immungeschwächt. Da sitzt eine Oma und weint um Tochter und Enkeltochter. Sie sind verbrannt in einer Fabrikhalle. In der sie Kleider für UNS genäht haben. 20 Stunden am Tag. Da sitzen Kinder. Die vergeblich auf die Eltern warten. Die wurden von einer Autobombe auf dem Markt getötet. Die Familie die für den heutigen Tag Geld haben für 200gr Reis. Mehr gibt es heute nicht.
Selbstverständlich möchte ich nicht unsere persönlichen Probleme und Hürden im Leben verniedlichen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Ich möchte jedoch gerne in meinem Umfeld und darüber hinaus die Menschen erreichen.
Wir sind so gesegnet mit einem Dach über dem Kopf, Essen, Bildung, Arbeit. Ich denke es wäre für jeden von uns ein bisschen möglich, daran zu denken dass wir zwar nichts dafür können als *Reiche* auf die Welt gekommen zu sein. In einem Land aufzuwachsen in dem Gesundheit und Bildung fast umsonst sind und jedem zustehen. Wir haben und erhalten alle Menschenrechte.
Meine Philippinischen Freunde (als Beispiel für Millionen Menschen auf dieser Welt) erhalten keine Rechte. Heisst das, dass sie keine haben? Sie haben oft zu wenig essen. Heisst das, sie haben keinen Hunger? Sie haben meistens keine Arbeit? Heisst das, sie WOLLEN nicht arbeiten? Sie gehen meistens nicht zur Schule. Heisst das, sie wollen nicht gehen?
Nein. Sie haben kein Geld für die Schule. Ohne Bildung keine Arbeit, Ohne Arbeit kein Essen. Ohne Geld - Leben schier unmöglich.
Und sie lächeln dich an. Freuen sich über deine Anwesenheit. Laden dich zum Essen ein und essen jeder weniger. WAS IST DENN DAS? Wisst ihr. Diese Menschen sind viel reicher als wir. Sie haben ein Herz. Sie lieben. Sie wissen über die wirklich wichtigen Dinge im Leben sehr viel besser bescheid als wir.
Aber sie sind darauf angewiesen dass wir ihnen ihre Rechte wieder zurückgeben. Ihre MENSCHENRECHTE.
Also packen wir es an!
Montag, 20. Oktober 2014
Abschiedsfeier
das war ja so toll! an meiner kleinen Abschiedfeier sind viele Freunde gekommen. Aus allen meinen Lebensbereichen ;) wunderbar zu sehen wie bunt gemischt alle sind und trotzdem alle an meinem Tisch sitzen. Es braucht einfach jemanden der verbindet - das ist ja auch eine der Aufgaben der Onesimo Mitarbeiter. Menschen verbinden, Mut machen , neue Hoffnung geben.
Es sind nun noch 2 Wochen - und es gibt noch so viel zu organisieren. Ich wurde heute sehr gesegnet. Ich konnte einen Reanimationskurs mitmachen als Ausbilderin der mir für viel Spass und das Treffen toller Menschen einen ordentlichen Batzen eingebracht hat. Das kann ich gut gebrauchen.
Jetzt muss ich vor allem noch administrative Sachen regeln, dass Mirco und meine Eltern nachher nicht so viel tun müssen.
Wer möchte, dem kann ich meine *Festadresse* auf den Philippinen schicken....ich freue mich auch mal sehr über *echte* Post oder eine Postkarte.
Morgen treffe ich mich mit Christian Schneider um noch letzte Dinge zu besprechen und am Samstag ist Onesimo Fest, wo ich auch nochmal viele tolle Menschen begegnen kann.
Ab jetzt : Urlaub!
Es sind nun noch 2 Wochen - und es gibt noch so viel zu organisieren. Ich wurde heute sehr gesegnet. Ich konnte einen Reanimationskurs mitmachen als Ausbilderin der mir für viel Spass und das Treffen toller Menschen einen ordentlichen Batzen eingebracht hat. Das kann ich gut gebrauchen.
Jetzt muss ich vor allem noch administrative Sachen regeln, dass Mirco und meine Eltern nachher nicht so viel tun müssen.
Wer möchte, dem kann ich meine *Festadresse* auf den Philippinen schicken....ich freue mich auch mal sehr über *echte* Post oder eine Postkarte.
Morgen treffe ich mich mit Christian Schneider um noch letzte Dinge zu besprechen und am Samstag ist Onesimo Fest, wo ich auch nochmal viele tolle Menschen begegnen kann.
Ab jetzt : Urlaub!
Dienstag, 30. September 2014
noch 4 Wochen
so liebe Leute !
am 3. November ist es soweit. Ich werde 4 Monate nach Manila gehen.
Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Teens und Kindern und mich auf eine Reise einzulassen auf der ich sehr viel lernen werde in dem ich an meine Grenzen komme und von Menschen berührt werde, die nicht viel mehr besitzen als die Dinge die sie tragen und die einen kleinen Koffer passen würden.
Ich bin sehr gespannt ob ich tatsächlich auch etwas mitbringen kann zu ihnen. Ich werde die Sprache etwas lernen. Ich werde sehr viel von der Kultur erfahren und hoffe sehr, dass das Beste an mir haften bleibt und ich es mit zurück bringen kann.
Ich werde versuchen, ein Video Tagebuch zu führen. Das macht sehr viel mehr Sinn, da ich euch auch einmal zeigen kann wo ich bin und wer so dabei ist. Bitte schreibt mal einen kommentar oder meldet euch kurz dass ich weiss wer hier alles mitliest (jelazwerg@web.de) .....DANKE!!!!
am 3. November ist es soweit. Ich werde 4 Monate nach Manila gehen.
Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Teens und Kindern und mich auf eine Reise einzulassen auf der ich sehr viel lernen werde in dem ich an meine Grenzen komme und von Menschen berührt werde, die nicht viel mehr besitzen als die Dinge die sie tragen und die einen kleinen Koffer passen würden.
Ich bin sehr gespannt ob ich tatsächlich auch etwas mitbringen kann zu ihnen. Ich werde die Sprache etwas lernen. Ich werde sehr viel von der Kultur erfahren und hoffe sehr, dass das Beste an mir haften bleibt und ich es mit zurück bringen kann.
Ich werde versuchen, ein Video Tagebuch zu führen. Das macht sehr viel mehr Sinn, da ich euch auch einmal zeigen kann wo ich bin und wer so dabei ist. Bitte schreibt mal einen kommentar oder meldet euch kurz dass ich weiss wer hier alles mitliest (jelazwerg@web.de) .....DANKE!!!!
Sonntag, 25. Mai 2014
Wie das Leben so spielt....
Wow - ein ereignisreiches Jahr. Ich bin ganz überrumpelt. Aber ich habe mich tatsächlich verliebt ;) Nun bringt dies viele Fragen und Umplanungen mit sich.
Ich werde am 30. Oktober erst einmal für 4 Monate nach Manila gehen und dann im März wieder kommen um mit dem tollen jungen Mann zusammenzusein.
Die Zeit in Manila werde ich mit den Jugendlichen und Kindern von ONESIMO verbringen und den Rest der Zeit mit Servnats.
Der Flug ist gebucht ! Ich freue mich so auf meine Zeit in den Slums.
Das wird sehr sehr gesegnet. Ich werde sehr viel lernen und mitnehmen können von dort.
Danke für euer Lesen.
Falls ihr gerne ein bisschen etwas beisteuern wollt für meine Zeit dort bin ich euch sehr dankbar.
Ich muss dafür 4 Monate unbezahlten Urlaub nehmen und Versicherungen und Pensionskasse selbst bezahlen...
Ich werde am 30. Oktober erst einmal für 4 Monate nach Manila gehen und dann im März wieder kommen um mit dem tollen jungen Mann zusammenzusein.
Die Zeit in Manila werde ich mit den Jugendlichen und Kindern von ONESIMO verbringen und den Rest der Zeit mit Servnats.
Der Flug ist gebucht ! Ich freue mich so auf meine Zeit in den Slums.
Das wird sehr sehr gesegnet. Ich werde sehr viel lernen und mitnehmen können von dort.
Danke für euer Lesen.
Falls ihr gerne ein bisschen etwas beisteuern wollt für meine Zeit dort bin ich euch sehr dankbar.
Ich muss dafür 4 Monate unbezahlten Urlaub nehmen und Versicherungen und Pensionskasse selbst bezahlen...
Mittwoch, 5. Februar 2014
Frühjahr
das war bisher ein sehr arbeitreicher Winter ;) auf Station ist es wirklich sehr anstrengend.
Nun konnte ich mein soweit letztes Servantsgespräch führen das zur Vorbereitung gehört. Mit der SMG mache ich einen Termin im Frühjahr aus.
Ich bin nun umgezogen nach Basel Stadt. Eine kleine 1,5 Zimmer Wohnung, mitten zwischen Bars und kleinen Lädeli. Es hat viele Migranten Familien, es ist sehr laut - eine perfekte Vorbereitung auf Manila.
Ich habe verschiedene Kulturen auf dem Flur und im Haus. Vielleicht bekomm ich ja ein paar zusammen für ein Kulturessen ;) bin gespannt. Ideen sind willkommen...
Eigentlich sitz ich meistens jetzt auf dem ungeduldigen Wartehocker fürs Weitermachen - melde mich bald wieder !
Nun konnte ich mein soweit letztes Servantsgespräch führen das zur Vorbereitung gehört. Mit der SMG mache ich einen Termin im Frühjahr aus.
Ich bin nun umgezogen nach Basel Stadt. Eine kleine 1,5 Zimmer Wohnung, mitten zwischen Bars und kleinen Lädeli. Es hat viele Migranten Familien, es ist sehr laut - eine perfekte Vorbereitung auf Manila.
Ich habe verschiedene Kulturen auf dem Flur und im Haus. Vielleicht bekomm ich ja ein paar zusammen für ein Kulturessen ;) bin gespannt. Ideen sind willkommen...
Eigentlich sitz ich meistens jetzt auf dem ungeduldigen Wartehocker fürs Weitermachen - melde mich bald wieder !
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