Dienstag, 30. September 2014

noch 4 Wochen

so liebe Leute !
am 3. November ist es soweit. Ich werde 4 Monate nach Manila gehen.
Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Teens und Kindern und mich auf eine Reise einzulassen auf der ich sehr viel lernen werde in dem ich an meine Grenzen komme und von Menschen berührt werde, die nicht viel mehr besitzen als die Dinge die sie tragen und die einen kleinen Koffer passen würden.
Ich bin sehr gespannt ob ich tatsächlich auch etwas mitbringen kann zu ihnen. Ich werde die Sprache etwas lernen. Ich werde sehr viel von der Kultur erfahren und hoffe sehr, dass das Beste an mir haften bleibt und ich es mit zurück bringen kann.

Ich werde versuchen, ein Video Tagebuch zu führen. Das macht sehr viel mehr Sinn, da ich euch auch einmal zeigen kann wo ich bin und wer so dabei ist. Bitte schreibt mal einen kommentar oder meldet euch kurz dass ich weiss wer hier alles mitliest (jelazwerg@web.de) .....DANKE!!!!

Sonntag, 25. Mai 2014

Wie das Leben so spielt....

Wow - ein ereignisreiches Jahr. Ich bin ganz überrumpelt. Aber ich habe mich tatsächlich verliebt ;) Nun bringt dies viele Fragen und Umplanungen mit sich.
Ich werde am 30. Oktober erst einmal für 4 Monate nach Manila gehen und dann im März wieder kommen um mit dem tollen jungen Mann zusammenzusein.
Die Zeit in Manila werde ich mit den Jugendlichen und Kindern von ONESIMO verbringen und den Rest der Zeit mit Servnats.

Der Flug ist gebucht ! Ich freue mich so auf meine Zeit in den Slums.
Das wird sehr sehr gesegnet. Ich werde sehr viel lernen und mitnehmen können von dort.

Danke für euer Lesen.
Falls ihr gerne ein bisschen etwas beisteuern wollt für meine Zeit dort bin ich euch sehr dankbar.
Ich muss dafür 4 Monate unbezahlten Urlaub nehmen und Versicherungen und Pensionskasse selbst bezahlen...

Mittwoch, 5. Februar 2014

Frühjahr

das war bisher ein sehr arbeitreicher Winter ;) auf Station ist es wirklich sehr anstrengend.
Nun konnte ich mein soweit letztes Servantsgespräch führen das zur Vorbereitung gehört. Mit der SMG mache ich einen Termin im Frühjahr aus.

Ich bin nun umgezogen nach Basel Stadt. Eine kleine 1,5 Zimmer Wohnung, mitten zwischen Bars und kleinen Lädeli. Es hat viele Migranten Familien, es ist sehr laut - eine perfekte Vorbereitung auf Manila.
Ich habe verschiedene Kulturen auf dem Flur und im Haus. Vielleicht bekomm ich ja ein paar zusammen für ein Kulturessen ;) bin gespannt. Ideen sind willkommen...

Eigentlich sitz ich meistens jetzt auf dem ungeduldigen Wartehocker fürs Weitermachen - melde mich bald wieder !

Samstag, 16. November 2013

Philippinen - Taifunwetter

Meine Bewerbung ist geschafft! Ich kann mit Servants nach Manila gehen und bin unglaublich glücklich darüber. Es war und ist für mich ein grosser Schritt und ich bin allen die mich begleiten sehr sehr dankbar. Nun hat sich noch eine weitere junge Frau beworben, Andy. Ich bin sehr froh darüber .Es folgen noch einige Gespräche mit Servants und der Gemeinde und dann meine Bewerbung im Frühjahr bei der SMG. Diese stellen mich dann an, wenn alles klappt.


Was mich in den letzten Tagen unglaublich bewegt ist dieser Sturm. Dieser Taifun, der über die Inseln hereingebrochen ist und so viel Leid, Tod und Elend gebracht hat. Ich bin tief berührt vom Schicksal dieser Menschen, die nun dastehen ohne Essen, Wasser, Dach über dem Kopf oder eine genügende medizinische Versorgung. Ohne Strom. Ohne Verkehrsnetz.
Menschen, die sowieso nicht viel besitzen, in dieser unglaublichen Hitze stehen sie stundenlang an für einen Eimer Wasser oder eine Mahlzeit Reis. Und das ist dann meistens Reis - ohne feines Fleisch, ohne Currygemüse. Nur Reis.

Was mir jedoch Mut macht ist die Welt. Sie reagiert. Es geht zwar langsam, aber wie ich mich freue!  Die Menschen hier stellen einmal mehr fest, dass wir zusammenstehen müssen und die Armen auf der anderen Seite der Welt nicht vergessen dürfen. Die Menschen spenden, Hilfsorganisationen liefern Zelte, Hilfsgüter, Lebensmittel, Flugzeugträger und Hubschrauber um überhaupt die Menschen zu erreichen. Es gibt Benefizveranstaltungen, einmal mehr ist klar: es geht uns ALLE etwas an.

Diese Welle der Hilfsbereitschaft ist wunderbar. Sie wird wieder abebben, und was dann bleibt ist die Stärke der Filipinos, alles wieder aufzubauen. Und unsere Aufgabe, dafür zu sorgen dass auch wenn die Nachrichten keine Meldungen mehr bringen und der Taifun von einem neuen Ereignis verdrängt wird, an unsere Freunde zu denken und die Menschen immer wieder daran zu erinnern. Dass dort noch keine Normalität herrscht. Dass die Menschen immer noch bei Null stehen.




Mittwoch, 16. Oktober 2013

Bewerbung in letzten Zügen

Die Zeit rennt ! Hab ich das Gefühl. Ich hatte nun doch noch länger Eingewöhnungsschwierigkeiten. Mein Kopf wollte einfach nicht aktzeptieren, dass es in Europa so kalt ist ;)

Nun, in 10 Tagen werde ich das Gespräch mit Angelika und Stephan haben. Dies ist dann das letzte Gespräch, danach ist meine Bewerbungsphase zu Ende und ich werde von Servants erfahren, ob ich mit ihnen nach Manila ausreisen kann. 

Ich habe nun schon einige Möbel weggegeben und es tut gut! Ich habe noch keine neue Wohnung gefunden, bin jedoch optimistisch.

                                              Tabea und ich - Teamleiter Discovery Team

Montag, 30. September 2013

Field Visit und Schweiz

Meine letzten 2 Wochen in Manila waren toll. Sehr anstrengend , weil ich mit Hitze dealen, so unglaublich vielen Informationen und vielen tollen Menschen, die ich neu kennenlernen durfte, umgehen musste. Aber ich habe es sehr genossen. Ich durfte in Bagong Silang und Malabon sein, letzteres war auch Überflutungsgebiet im August. Die Nachbarn und Freunde der Servants dort haben mich mit offenen Armen empfangen. Sie haben mich herumgeführt, von ihrem Leben und ihrer Familie erzählt. Ich konnte mit den Kindern spielen, und trotz meines minimalen Tagalogs haben wir viel gelacht - oder vielleicht genau darüber.


Nun bin ich schon wieder eine Weile in der Schweiz, es hat ein bisschen gedauert bis ich mich wieder an die kalte Schweiz gewöhnt habe. Es geht nun weiter mit der Bewerbung, am Mittwoch gebe ich meine Sachen ab.
Heute habe ich schweren Herzens meine Wohnung gekündigt, wo ich im Januar ausziehen werde und mir ein günstigeres Zimmer suchen. Ich verschenke fast alle meine Möbel und sonstigen Sachen die ich eigentlich gar nicht brauche (und wow, wieviele Dinge wir besitzen die wir eigentlich nicht brauchen!).

Einfachheit -eine anzustrebende Eigenschaft in unserer Wohlstandsgesellschaft. Nur weil ich es kann, muss ich nicht alles haben. Nun, das werd ich nun einmal in die Tat umsetzen.




Montag, 26. August 2013

DISCOVERY

Discovery Team 2013

Ich wusste nicht dass es so kommen wuerde.
 Wir hatten die besten Wochen in Manila die ich mir vorstellen kann!
Ich kann es nicht anders sagen. Dieses Team an solch wertvollen und motivierten jungen Frauen hat es geschafft, nach Manila zu kommen und den Armen zu begegnen. Wirklich zu begegnen. Das Thema Armut hat nun ein Gesicht. Es ist nun verstanden worden was es bedeutet, wenn es *viel* regnet. Das bedeutet naemlich fuer viele Menschen in Manila, dass sie ihr Haus nicht mehr oder nur im oberen Stock *bewaten* koennen, wenn sie denn einen haben. Dass alles nass und modrig ist und stinkt. Dass Hab und Gut abhanden kommt. Dass es keinen Strom und kein frisches Wasser gibt.
Die Frauen haben sehen koennen wie viel Freude die Armen haben. Wie viel sie uns schenken waehrend wir hier sind. Wie sie sich bemuehen, mit uns lachen, uns hineinnehmen in so viel mehr Beziehung - in etwas, was in unserem schnelllebigen schweizer und deutschen Alltag so schnell verloren geht. Hier wird zugehoert, besucht, zusammen vor dem Haus gesessen. Jeder ist willkommen.

Wir haben Orte gesehen, die nicht lebenswuerdig sind. *Haeuser* ohne Sonnenlicht, mit 12qm, ohne Sitzgelegenheit. Mit Reissaecken abgesicherte Huegelhaeuser, bei denen man eigentlich nur drauf warten kann, dass sie beim naechsten Monsunartigen Regen einstuerzen.
Der Muellberg rueckte ploetzlich sehr nah, wir haben Menschen getroffen, die darauf arbeiten - also den Muell sortieren. Schon am Rand ist der Gestank fast unertraeglich. Aber die Witwe mit den 7 Kindern verdient dort jeden Tag ihr Geld, dass wenigstens ein kleiner Teil der Kinder in die Schule gehen kann. Damit sie genug zu essen haben.

Wir konnten nun am Ende einige Tage in Camp Rock verbringen, wo auch Onesimo die Kinder und Jugendlichen zu Camps hinbringt aus dem Smog und dem Dreck in eine wunderschoene Umgebung.

Auch hier durften wir eine wunderbare Zeit verbringen, ueber Soziale Gerechtigkeit, Gott, Christen und ueber Armut diskutieren, plaudern, debattieren.
Ich bin sehr gespannt was in diesen Frauen alles passiert und wie sie vielleicht ein bisschen mehr Licht in unser Denken ueber Armut, Arme und die Welt bringen koennen.

 Ich selbst werde nun noch 2 Wochen mit Servants verbringen. Dies im naechsten Eintrag.