Freitag, 30. Dezember 2016

Schönes Neues Jahr

Ich musste nun tatsächlich noch Gepäck an eine Freundin abgeben, ich habe zu viele gespendete Kleider dabei :) Eine Kollegin von Station hat mir viele tolle Kleider aussortiert, und auch Babykleidung von meiner Schwägerin konnte ich eine tolle Auswahl einpacken. Da werden ein paar Augen leuchten ;) Jonny, meinen Labrador, habe ich bei einer befreundeten Familie abgegeben, die uns beide schon lange begleiten und wo er mit seinen zwei Hundefreunden nun zwei Monate im Rudel leben darf (und sich verwöhnen lassen von den 4 Familienmitgliedern...)

 Meine letzten Dienste auf der Notfallstation waren - gelinde gesagt - arbeitsreich. Sozusagen ein krönender Abschluss bevor ich nun zwei Monate ohne grössere medizinische Einsätze verbringen werde. Ich liebe meinen Job, doch es ist auch einmal toll, einfach etwas ganz anderes zu tun. Ich werde einige Wochen eine ganz kleine Schülerin sein, die Dinge lernen muss wie: mit ganz wenig ganz viele satt machen, wie schlafe ich in einer lauten Community auf dem Boden einer Hütte, wie lebe ich, wenn ich pro Tag nur wenige Franken zur Verfügung habe.

Ich bin sehr dankbar, dass meine Arbeitskollegen mir das ermöglichen und dass sie vor allem sehr interessiert sind. Ich durfte viel erzählen die letzten Tage, und ich bin wirklich froh dass die Armen in der Welt nicht vergessen gehen.

Morgen geht mein Flug, mein nächster Post kommt dann direkt aus Manila. Danke an alle die meinen Blog lesen und an mich denken, meine Reise mittragen und mich unterstützen. 



Sonntag, 18. Dezember 2016

Maligayang Pasko - Fröhliche Weihnachten

Zwei Wochen - dann sitz ich im Flieger und darf meine philippinischen Freunde wieder treffen.
Ich freue mich schon sehr auf den Moment, wenn ich aus dem Flugzeug steige und die schwere feuchte Luft Manilas einatmen kann, und es riecht ein bisschen wie ein anderes Zuhause. Die Erfahrung bei den Armen im Slum verbindet mich auf eine ganz spezielle Art mit diesem Land und dieser Stadt. Ein weiteres Zuhause am anderen Ende der Welt.

Ich habe nun meinen Koffer ausgepackt und aufgestellt, es sind schon die ersten *Spenden* drin.
Es macht auch Freude, wenn ich nun meine Sommerkleider einpacken kann.
Wir haben nun auch Patrick verabschiedet, er wird am 4. Januar auch nach Manila fliegen und dann da bleiben für die nächsten Jahre - ein unglaublicher Einsatz! Ich freue mich, die erste Zeit dort mit ihm da zu sein.

Zum Forum, also dem internationalen Treffen von Servants in Manila haben sich nun schon 100 Teilnehmer angemeldet. Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen Interesse haben, in der Welt einen Unterschied zu machen. Und wir sind ja ein Glück nur wenige von ganz vielen Organisationen und Menschen, die sich für die Armen einsetzen. Und doch braucht es jeden kleinen Mitarbeiter um Grosses bewirken zu können.

Maligayang Pasko - Fröhliche Weihnachten





Samstag, 5. November 2016

zwei Monate

In zwei Monaten werde ich schon in der Wärme sein! Heute, während ich draussen den grauen Regen und die fallenden Blätter beobachte, habe ich noch mehr Sehnsucht.

Mein Pass ist in der Botschaft zum Visum beantragen. Es bleibt immer eine Restunsicherheit, hoffentlich geht er nicht beim Rücksenden verloren ;)

Hund Jonny hat einen Platz gefunden für die zwei Monate. Patrick wird auch kurz nach mir ankommen in Manila und dann bleiben! Wie unglaublich gut!
Ich habe schon etwas am ersten Tag abgemacht wenn ich dort bin, es fühlt sich an wie ein bisschen *nach Hause kommen* - also einfach vom Feeling, ich war ja wirklich noch nicht lange da.

Meine Kollegin gibt mir noch ein paar Kleider für die Mädchen mit, dann bringe ich noch ein paar wenige Babykleider, denn meine Freundin Diana hat ein Baby bekommen im Oktober.

Es wird wunderbar, wieder einige Meilen mit meinen philippinischen Freunden zu gehen und sie noch mehr Spuren in meinem Leben hinterlassen zu lassen ...

bis Bald
Daniela

Montag, 16. Mai 2016

Neue Pläne

hallo zusammen :)

Ich bin so froh! meine Arbeitsstelle macht es mir möglich, nochmal für zwei Monate nach Manila zu gehen Anfang 2017. Das ist wunderbar. Ich werde noch einmal ein paar Wochen bei einer Familie im Slum wohnen und nun auch die Seite ausserhalb eines Centers noch besser kennenlernen.

Der Flug ist gebucht (toll, mit Emirates zu einem unglaublich günstigen Preis!) und nun fange ich an, die Details zu planen - mein Gastgeber an meinen Freitagen, vielleicht geh ich noch einmal in die Sprachschule, zwischendurch ist noch die grosse Konferenz von Servants. Auf diese bin ich sehr gespannt, einmal international Leute kennenlernen, die alle für die Armen arbeiten.


bis bald

Mittwoch, 3. Juni 2015

DANACH

es sind nun schon Wochen vergangen seit meiner Zeit in Manila. Ich bin immer noch im Nachklang. Mache doch einige Dinge anders als vorher. Bin in Warteschlangen etwas Geduldiger.

Diesen Sonntag werde ich im ICF ein kleines Interview haben.
Über meine Zeit in Manila. es ist das zweite Mal dass ich ein bisschen erzählen kann, aber das erste Mal so gross.
Bin nervös - und freue mich meine Zeit mit den wunderbaren Mädchen teilen zu dürfen!

Freitag, 20. März 2015

die Wochen danach


Es war sehr schön wieder zuhause anzukommen. zeit mit meiner Familie und meinem Freund zu verbringen, auch die frische Luft zu atmen (so kalt!).

Ich bin wieder eingestiegen in meinen Arbeitsalltag und nun meinen Geburtstagsvorbereitungen, da ich tatsächlich schon 30 werde.

Es ist ein unglaublicher Unterschied wieder hier zu sein. Ich muss viel an meine Mädels in Manila denken und es fühlt sich sehr mies an, dass ich nicht einfach wieder hinfahren kann und sie besuchen. Dass es eben nicht möglich ist oft zu telefonieren da sie einfach keinen Computer und auch kein Telefon haben. Demnächst muss ich Bilder sortieren und sie meinen Freunden zeigen - bisher habe ich mich davor gedrückt. Es ist sehr anstrengend für mein Herz, die Bilder anzuschauen und meine Gefühle zu sortieren. Nun mache ich gerade ein Frühlingsvideo für die Kinder. Da es in Manila keinen Frühling gibt, schicke ich ihnen ein Video von unseren Blumen und Knospen und Blüten.

Ein kleines Andenken hab ich physisch noch von dem Dengue Fieber - meine Haare fallen aus. Das ist nicht sehr schön. Aber anscheinend hört das irgendwann wieder auf. Jetzt bin ich sehr dankbar für meine *Mähne*, man sieht es nämlich noch nicht so sehr.

Trotz dessen bin ich sehr dankbar für meine Zeit in Manila. Meine Zeit, die ich mit den Armen verbracht habe. Die ich gelernt habe was es heisst, mit wenig bis nichts zu leben und wie man trotz dessen glücklich und fröhlich sein kann.
Und wie wichtig es ist dass wir diese wundervollen Menschen nicht vergessen, sondern sie respektieren und lieben.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Abschied von Manila

Nach einer *Auskling*Woche in Manila, die ich teilweise mit meiner neuen Freundin Lindsey und mit Familie Schneider und Elena(OnesimoVolunteer aus der Schweiz) zubringen durfte, ist nun mein vorletzter Tag. Morgen Abend werde ich zum Flughafen fahren und es wird mir sehr schwer fallen , abzufliegen.

Gestern waren wir in *chinatown* in Manila. Es ist schon sehr eindrücklich, ein Stadtgebiet mit wenig grün, die Strassen sind dreckig von den vielen Abgasen. So auch die Leute die auf der Strasse wohnen. Abends sind wir auf der Suche nach einem Restaurant an den grossen Hotels von Manila vorbeigelaufen - die Strassen des Touristenviertels voll mit Prostituierten. Mich überkommt Traurigkeit. Welch ein Bild wohl die *Ladies* von uns drei weissen Frauen haben. Leider sieht man uns ja nicht an, dass wir genau aus dem gegenteiligen Grund als unsere meist männlichen Landsleute in Manila sind.

Ich packe meinen Koffer - mal wieder maximal 30kg. wahrscheinlich sind in meinem Koffer mehr Sachen als die Familien besitzen die ich gestern auf der Strasse getroffen habe.