Sonntag, 25. Januar 2015

Examen

Heute haben drei Mädchen Examen! Dann sind sie fertig mit der Schule und können sich einen Job suchen oder weiter auf die Schule gehen. Ein Meilenstein in ihrem Leben. Ich drücke fest die Daumen dass sie das schaffen.

Wir haben einen Ausflug in den EcoPark gemacht. es ist eine halbe Stunde Fahrt mit Jeepney und Motorradtaxi. Und dann stehen wir mitten in der Natur! Hohe Palmen und Bäume, Vögel zwitschern. Es ist unglaublich, so nahe und so schön. Wir geniessen die Zeit, ich habe ihnen ihre Bilder ausgedruckt, was sie mit Kreischen und Hüpfen huldigen. Es macht mir solchen Spass zu sehen wie sie sich freuen. Sie sind so direkt heraus ehrlich mit ihren Gefühlen.

 Unsere Nachbarschaft ist wie immer sehr lebendig. Zur Zeit gibt es wieder fast jede Nacht Karaoke Beschallung von irgendwelchen Nachbarn. Es gibt auch mehr Hunde und Katzen, das waren Weihnachtsgeschenke. Nachts ist lange viel Lärm draussen. Wir haben auf dem Markt ein Mittel gegen Bettmilben gekauft. Nun hoffen wir dass es wirkt, es sind miese Stiche die sehr jucken.
Ich habe gut aufgepasst beim Kochen und kann jetzt schon ein oder zwei Gerichte auswendig. Kann dann in der Schweiz mal zum Essen einladen. Heute habe ich für 1.40CHF mein Mittag und Abendessen gekauft und gekocht. Schon komisch, diese Welt.
Um ein kleines Unternehmen aufzubauen, fangen die Lehrerin und ihre Kollegen kleine Foodcarts an. Julie Ann hat also einen kleinen *Stand* an dem sie Gesundheitsprodukte verkauft. Von Kaffee über Shampoo und Seife.
Die Mädchen starten einen kleinen Verkauf vor unserem Tor. Es findet auch Anklang , und ich zeige ihnen was man wissen muss über die Produkte und wie man die Leute ansprechen kann. Es ist eine Gaudi, und dennoch Ernst - es könnte sein dass sie bald einmal auf diese Weise Geld verdienen müssen.

Ich muss immer an einen Mann denken der immer vorne an der Busstation liegt. Er ist ein bisschen verrückt, was wahrscheinlich von vielen Infektionen kommt. Denn dem Mann fehlen beide Hände und die halben Unterarme. Er ist offensichtlich sehr arm und krank. Manchmal ist er etwas klarer, dann grüsst er mich freundlich. Immerhin geben ihm viele Leute ein bisschen Kleingeld durch den Tag. Aber er liegt einfach immer da an der Strasse. Keine Ahnung ob sich jemand um ihn kümmert.
Und er ist wahrscheinlich nur einer von vielen. Was für eine Welt.

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